Gerhart Hauptmann

Rose Bernd

Schauspiel in 5 Akten von 1903

Uraufführung:    am 31. Oktober 1903 in Berlin. 
Schauplatz:       Schlesien. 
Zeit:                  Beginn des 20. Jahrhunderts. 
Handlung: 
Rose Bernd, ein "schönes und kräftiges Bauernmädchen von 22 Jahren" ist in den Bauern Christoph Flamm verliebt, und sie erwartet ein Kind von ihm. Er ist ein vitaler Mann, der eine gelähmte Frau im Rollstuhl hat. Der brutale Maschinist Streckmann, der auch Rose will, weiß von dem Verhältnis zu Flamm, und er erpreßt sie und vergewaltigt sie. Sie kann niemanden etwas davon sagen, weil sie niemanden hat, der ihre Position verstehen würde. 
Rose hofft jedoch, durch die Heirat mit dem frommen Buchhalter August Keil, den Roses frommer Vater für sie ausgesucht hat, die Schande verbergen zu können. Später versucht Streckmann noch einmal, sie zu vergewaltigen, aber dieses Mal schreit Rose, und Keil möchte sie verteidigen, aber der viel stärkere Streckmann schlägt ihm ein Auge aus. Streckmann beschuldigt sie bei dieser Auseinandersetzung mit Keil, mit allen Männern geschlafen zu haben. 
Es kommt zu einem Prozeß gegen Streckmann, aber bei diesem Prozeß sagt Rose nicht, was ihr passiert ist, weil sie sich schämt. Immer wieder von Männern verfolgt, weiß sie nicht mehr, was sie tun soll, sie weiß sich nicht mehr zu helfen. Nach der Geburt ihres Kindes tötet sie es, dann sucht sie Zuflucht im Vaterhaus, wo sie dem Vater und Keil Meineid und Mord gesteht.
Zur Rolle von Heinz Rühmann:
Heinz Rühmann spielt einen namenlosen Arbeiter und spricht zwei Sätze.
 
Quellenangabe:
http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.k/k575083.htm
http://www.orst.edu/instruct/ger341/rose.htm